Home weitere Infos Inhalt / Suche Impressum Gästebuch

 

„Kaliningrad“

 


Mit uns im Dialog bleiben ...

... mit den ODF-Foren auf Yahoo ... auf YouTube ... auf twitter ... auf facebook ... auf meinVZ

weitere Infos
Kumpan Kalinin


Preußische Allgemeine Zeitung
Preußische Allgemeine Zeitung - Klartext für Deutschland - 4 Wochen gratis testen - hier Klicken!


 

Siebenborn: Kalinin mit Himmler zur Hölle -
Königsberg bleibt Königsberg!

Videoimpressionen vom kleinen Ostpreußentreffen auf Schoß Burg am 10. Juli 2011
http://www.ostpreussen-nrw.de/Div/Schloss-Burg-2011/

Quelle: Ostpreußen-TVOstpreußischer Rundfunk - www.youtube.com/watch?v=GXdGnsPANzE


„Kaliningrad“ – Ehrung für einen Mörder
Warum Königsberg Königsberg bleiben sollte

Ostpreußens Hauptstadt ist nach einem stalinistischen Mörder benannt [1]. So schlicht und unverblümt charakterisiert der anerkannte Historiker und Ostpreußenexperte Andreas Kossert die sowjetische Umbenennung Königsbergs. Während der Feierlichkeiten zum 750-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2005 durfte der deutsche Name der Pregelmetropole bei offiziellen Veranstaltungen nicht erwähnt werden. Die russischen Behörden hatten sich auf die historisch absurde Formel „750 Jahre Kaliningrad“ geeinigt. [2] Der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch, stellte diesbezüglich in einem offenen Brief an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder fest: „Bezeichnend, dass die zerstörte Stadt gerade nach Mikhail Kalinin, dem früheren Staatsoberhaupt der Sowjetunion zu Zeiten Stalins, benannt wurde. Er trug Mitverantwortung für die unzähligen Millionen Opfer des sowjetischen Gulags. Er unterzeichnete den Befehl für die Deportation der Wolgadeutschen, dem jeder Dritte dieser Volksgruppe zum Opfer fiel. Er setzte seinen Namen unter den Erlass zur Hinrichtung von etwa 4.000 polnischen Offizieren und Soldaten, der Weltöffentlichkeit als die Massaker von Katyn bekannt. Weitere 9.000 bis 12.000 wurden in den Lagern Starobielsk und Ostaszow ermordet.“ [3]

Der Schatten Kalinins schwebt somit ebenfalls über dem Schicksal vieler Deutscher, die aus den von der Roten Armee eingenommenen Ostprovinzen des Reiches nach Sibirien verschleppt wurden. Auch Sowjetbürger, die in deutscher Gefangenschaft gewesen waren und nun in den Augen des Regimes als Verräter galten, wurden deportiert. [4] Die extremen Arbeits- und Lebensbedingungen verursachten ein Massensterben, wobei die Formen der Repressionen variierten und die beteiligten Kommandanturen verschieden dokumentierten, sodass genaue Zahlen kaum auszumachen sind. Je nach Schätzung fielen zwischen 12 und 20 Millionen Menschen der stalinistischen Gewaltherrschaft zum Opfer. [5] Für das Gulag-System schätzt der Historiker Meinhard Stark die Zahl der internierten Menschen bis zum Tod des Diktators im Jahr 1953 auf 15 Millionen, von denen annähernd 20 Prozent, also jeder fünfte, ihr Leben verloren. Darüber hinaus wurden weitere fünf Millionen Verschleppte in die Verbannungsgebiete der UdSSR deportiert. Unter den Opfern befanden sich mindestens drei bis vier Millionen Frauen und Mädchen. [6] Stellvertretend für viele ihrer Schicksalsgenossinnen schildert die Ostpreußin Ursula Seiring, geb. Goldau Schönwiese, in ihrem eindrucksvollen Erlebnisbericht „Du sollst nicht sterben“ [7] die Umstände ihrer Deportation aus der Heimat und die menschenfeindlichen Zustände in den sowjetischen Lagern.

Andere ideologische Neubenennungen ostpreußischer Orte im Königsberger Gebiet rufen ebenfalls die sowjetische Zwangsherrschaft in Erinnerung. So wurde Tilsit zu „Sowjetsk“ (Sowjetstadt), Tapiau zu „Gwardejsk“ (Gardestadt), Lasdehnen zu „Krasnoznamensk“ (Rotbannerstadt), Neukuhren zu „Pionerskij“ (Pionierstadt) und Wehlau zu „Znamensk“ (Bannerstadt). [8]

-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-0-

____________
Anmerkungen:

[1] Kossert, Andreas: Ostpreußen. Geschichte und Mythos, München 2005, S. 347.

[2] Kossert: Ostpreußen, S. 20-22.

[3] GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch an Bundeskanzler Gerhard Schröder, Göttingen/Berlin, 01.07.2005, veröffentlicht unter: www.gfbv.de/pressemit.php?id=238&stayInsideTree=1, 30.10.2008.

[4] Stark, Meinhard: Frauen im Gulag. Alltag und Überleben 1936 bis 1956, München und Wien 2003, S. 35-37.

[5] Applebaum, Anne: Der Gulag, Berlin 2003, S. 620.

[6] Stark: Frauen im Gulag. Alltag und Überleben, S. 37.

[7] Seiring, Ursula: Du sollst nicht sterben. Erlebnisse einer deportierten Ostpreußin, 2. erw. Aufl. Würzburg 2003; Frau Seiring referierte anlässlich der BJO-Bundesversammlung 2005 im Bad Pyrmonter Ostheim. Ihr Buch sei jedem wärmstens empfohlen!

[8] Kossert: Ostpreußen, S. 22 u. 347; Kaemmerer, M.: Ortsnamensverzeichnis der Ortschaften jenseits von Oder und Neiße, Würzburg 2006.

Quelle:
 Ein Beitrag von
Alexander Gesk, veröffentlicht im Fritz 2/2008,
 
www.ostpreussen-info.de/bjo/fritz.htm

 

Medienarbeit über Grenzen hinweg
 
Beiträge von Ostpreußen-TV
jetzt auch als DVD-Video erhältlich


 

Seit dem 02.01.2005 sind Sie der 

. Besucher

Diese Netzseiten sind optimiert für 1024x768 oder höher und 24 Bit Farbtiefe sowie MS-Internet Explorer 8.x oder höher.
Netscape ab 7.x oder andere Browser mit Einschränkungen verwendbar. - Soundkarte für Tonwiedergabe erforderlich.
 
www.odfinfo.de/preussen/ostpreussen/Koenigsberg/
 


Twangste Stadtkr. Königsberg kleine Zeitreise Zeittafel Download 1938: Es brennt ... wo liegt Königsberg? Bannerträger ... „Kaliningrad“ Schicksalswege Kopfsteinpflaster Immanuel Kant Rückbenennung? Königsberger Allgem.


zur Landsmannschaft Ostpreußen

Ostpreußen
Erleben Sie Tradition
mit Zukunft

zur Preußischen Allgemeinen Zeitung / Das Ostpreußenblatt zum Preußischen Mediendienst

Die Träger des Ostdeutschen Diskussionsforums:

Bund junges Ostpreußen (BJO)

Arbeitsgemeinschaft Junge Gereration im BdV-NRW
Junge Generation
im BdV NRW

Landsmannschaft Ostpreußen
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V.
 
Ostpreußen-TV
über 2,9 Millionen Videoaufrufe

Landsmannschaft Ostpreußen - Landesgruppe NRW

Deutsch / German / allemand English / Englisch français / französisch      

Copyright © 2002-2016  Ostdeutsches Diskussionsforum (ODF)

Stand: 09. Mai 2016

zur Feed-Übersicht