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Siebenbürger Sachsen und Rumänien
Was möglich ist

Rumäniens Staatspräsident Traian Băsescu bedauerte in einer schriftlichen Botschaft zu ihrem Heimattag 2012 in Dinkelsbühl den Weggang der Deutschen aus Rumänien als großen Verlust für sein Land und sprach sich für eine Wiedergutmachung des von ihnen erlittenen Leids aus.

Zugleich stellte er ihnen in Aussicht, im Kommunismus entzogenes Eigentum gemäß dem Prinzip restitutio in integrum – Wiedereinsetzung in den vorigen Stand – zurückzugeben. Er lud die Siebenbürger zur Rückkehr ein und regte an, die jährlichen Begegnungen im heimatlichen Siebenbürgen zu veranstalten.

Băsescus Botschaft wurde bei der Eröffnung des Heimattages von Cristian Diaconescu, dem Chef des Präsidialamtes und früheren Außenminister Rumäniens, übermittelt. Wörtlich heißt es darin u.a.:
„Einmal im Jahr wird die Stadt Dinkelsbühl zum Begegnungsort der Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen, die aus ganz Deutschland, aber auch aus anderen Teilen der Welt – einschließlich aus Rumänien – anreist. Es ist der Ort, wo alte Bande wieder aufgenommen und neue geknüpft werden, wo Sie die Erinnerung an Ihre Herkunftsorte wachhalten und wo Sie gleich zeitig, gemeinsam mit Ihren Kindern, in die Zukunft blicken.

Dass Sie Ihre Traditionen und Bräuche bewahren, dass Sie Ihre Wurzeln nicht vergessen haben, ist für mich ein Beweis dafür, dass Sie wahre Europäer in einem geeinten Europa sind, in einem Europa, das wir als Raum der Toleranz, des Wohlstands und des Friedens aufbauen wollen.

Jenseits des festlichen Rahmens bietet die Tatsache, dass Sie Ihre siebenbürgischsächsische Identität und Kultur hier in Deutschland zelebrieren, jedoch einen Grund zur Reflektion für die Rumänen und für mich persönlich
· Ich hätte mir gewünscht, dass diese jährlichen Begegnungen in Ihrem heimatlichen Siebenbürgen stattgefunden hätten.
· Ich hätte mir gewünscht, dass Ihnen mein Land die Bedingungen geboten hätte, um dort zu bleiben, wo Ihre Vorfahren über acht Jahrhunderte lang einen Raum des Wohlstandes und der Harmonie aufgebaut haben.

Wir Rumänen empfinden den Weggang der Siebenbürger Sachsen aus den Regionen, in denen sie gelebt haben, als großen Verlust. Das heutige Rumänien, das fest verankert ist in der europäischen Werte- und Grundsatzgemeinschaft und als Mitglied der Europäischen Union aktiv zum europäischen Aufbau beiträgt, bietet Ihnen – mehr denn je – überzeugende Argumente dafür, dass Sie Ihre kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Ihrem Herkunftsland und Ihren Herkunftsorten neu knüpfen.

Es gibt zweifellos noch Themen, die aus der älteren oder jüngeren Vergangenheit herrühren und die einer Lösung harren. Diese betreffen sowohl die heute in Rumänien lebenden Bürger als auch jene, die in anderen Ländern eine neue Heimat gefunden haben. Ich versichere Ihnen, dass es mir sehr wohl bekannt ist, dass Probleme wie die Rückgabe des vom kommunistischen Regime willkürlich enteigneten Eigentums ganz wichtige Anliegen Ihres Verbandes sind. Gleichzeitig möchte ich Ihnen zusichern, dass die von Rumänien geförderte Vorgehensweise, restitutio in integrum‘ trotz der Schwierigkeiten, die sie dem rumänischen Staat bereitet hat, die gerechte war und bleibt. Das Prinzip wird nicht geändert. Ich bin zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden, die es den Betroffenen ermöglichen, wieder in den Besitz ihres früheren Eigentums, sei es in natura oder in einer anderen Form, zu gelangen.

Desgleichen ist es an der Zeit, dass der rumänische Staat Wiedergutmachung für die Siebenbürger Sachsen betreibt, denen durch willkürliche Maßnahmen nach dem Zweiten Weltkrieg großes Leid zugefügt worden ist. Ich möchte Sie ermutigen, so oft wie möglich nach Rumänien zu kommen. Das heutige Rumänien empfängt all jene mit Freude und Offenheit, die es wieder oder zum ersten Mal entdecken wollen, vor allem die jüngere Generation. Und all jene, die die Vorteile der Investitionen, des attraktiven Geschäftsklimas und der gut ausgebildeten, oft Deutsch sprechenden Fachkräfte nutzen wollen. Sie haben dieses wertvolle Gut, die deutsche Sprache und Kultur, mit einer wunderbaren siebenbürgisch-sächsischen Einfärbung, nach Rumänien gebracht. Ich lade Sie somit ein, zurückzukehren und sich in langfristige Projekte zu engagieren, im Bereich der Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft oder Kultur, in einem Raum, der vielen von Ihnen noch so stark vertraut ist. Dies ist eine Chance, die wir uns gegenseitig gewähren sollten, zum Wohle unserer gemeinsamen europäischen Zukunft.

Nicht zuletzt möchte ich meine Wertschätzung für die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen zum Ausdruck bringen, die eine Brückenrolle in der Entwicklung der Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland wahrnimmt und aktiv dazu beiträgt, dass sich diese Beziehungen zu einem Modell auf europäischer Ebene entwickeln.

Abschließend wünsche ich Ihnen, den Siebenbürger Sachsen, dass Sie mit gleicher Hingabe die Bräuche Ihrer Vorfahren weiterführen mögen als eine lebendige Flamme Ihrer Identität. Wesentlich für die Zukunft ist die Weitergabe dieser Traditionen und des Gemeinschaftsbewußtseins an die junge Generation.“

Bernd Fabritius, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und Präsident der Föderation der Siebenbürger Sachsen, bezeichnete die Zusage des rumänischen Staatspräsidenten bezüglich Entschädigung und Wiedergutmachung als „geschichtlich bedeutsames Ereignis“.

Quelle:
Foto: Archivmaterial;
Text: Auszugsweise aus: Sudetendeutsche Zeitung, München, Folge 25, 15.6.2012;
Informieren Sie sich auch im Internet unter
http://hausderheimat.npag.de/

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weitere Informationen:

15.06.2012: Siebenbürger Sachsen und Rumänien - Was möglich ist
http://www.odfinfo.de/aktuelles/2012/Was-moeglich-ist.htm;
14.09.2012: Volksdeutsche unzufrieden mit Kroatien wegen Restitution
http://www.odfinfo.de/aktuelles/2012/Volksdeutsche-unzufrieden.htm;
07.02.2012: Serbien entschädigt auch vertriebene Donauschwaben

Allein in Oberösterreich mehr als 100.000 Betroffene

http://www.odfinfo.de/EUFV/2012/donauschwaben.htm;
01.08.2009: Wien will Eigentumsrückgabe
Bundespräsident Heinz Fischer plädiert für »Lösung der Restitutionsfrage«
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04.07.2012: Polen - Spätaussiedler können Eigentum zurückfordern
http://www.odfinfo.de/aktuelles/2012/Eigentum-zurueckfordern.htm;

Anmerkung der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V.,
zur Klage der Preußischen Treuhand beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte,
die Vertreibung und Enteignung vor den Maßstab der Menschenrechte bringt
http://www.ostpreussen-nrw.de/Eigentum/Ansprueche.htm;
LO-Sprecher Stephan Grigat zur Eigentumsfrage
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